Open Science Forum 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin

23.01.2018 | 13:00 - 16:45

Open Science Forum an der Humboldt-Universität zu Berlin am 23.01.2018 im Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums: Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur und die Berliner Open-Access-Strategie. Vortragende sind unter anderem Prof. Dr. Stefan Liebig (RfII), Prof. Dr. Claudia Draxl (NoMaD Repository) und Prof. Dr. Martin Grötschel (BBAW).


Computer und Internet verändern das wissenschaftliche Arbeiten in Forschung, Lehre und Studium. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten der Generierung und Verarbeitung von Daten und ermöglicht neue Formen der Veröffentlichung und Verbreitung von Forschungsergebnissen. Voraussetzung dafür sind Infrastrukturservices und Werkzeuge, die wesentlicher Bestandteil der Arbeitsumgebungen sind.

Die technischen Möglichkeiten der Nachnutzung und Verfügbarmachung digitaler Daten und Veröffentlichungen verändern auch die etablierten Kulturen der Kollaboration und Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Das ist die Motivation von „Open Science“ oder „Offener Wissenschaft“, die von Open Access, Open Data und Open Source geprägt ist. Damit erweist sich „Open Science“ als Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems unter digitalen Vorzeichen.

Um diese Entwicklung auf nationaler Ebene zu begleiten und voranzutreiben, wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) auf der Grundlage einer Empfehlung des Wissenschaftsrates im Jahr 2014 einberufen. Auf diese Weise wird „Open Science“ im Rahmen des deutschen Wissenschaftssystems in einem dynamischen Umfeld der Veröffentlichung, der Nachhaltigkeit und der Zugänglichkeit wissenschaftlicher Informationen mit Empfehlungen zum Auf- und Ausbau von Infrastrukturen maßgeblich unterstützt. Dies betrifft über digitale Publikationsformate hinaus auch Ergebnisse entlang von Forschungsprozessen wie Daten, Software, Tools, Geräteinformationen oder die Dokumentation von Entstehungskontexten.

Deshalb hat der RFII empfohlen, eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu etablieren, die durch Identifizierung und Bündelung disziplinärer Bedarfe den weiteren Auf- und Ausbau von Infrastrukturen und Werkzeugen mit Hilfe langfristiger Fördermaßnahmen von Bund und Ländern ermöglichen und unterstützen soll. Dazu gehören Aggregation, Aufbereitung, Strukturierung und langfristige Verfügbarkeit von Daten. Auf diese Weise können wissenschaftlichen Vorhaben aller Disziplinen entsprechende Datenbestände für Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden.

Im Hinblick auf die in Aussicht stehenden Maßnahmen zur Förderung der NFDI sollten sich auch die Einrichtungen des Berliner Verbunds positionieren und sich an entstehenden Zusammenschlüssen von Fach-Communities, Infrastruktureinrichtungen und Antragskonsortien beteiligen. Die heutige Veranstaltung will deshalb Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität zu diesen Entwicklungen informieren und den Austausch interessierter Communities, Disziplinen oder Forschungsverbünde im Hinblick auf mögliche Vorhaben fördern. Auf diese Weise kann und soll auf ein effizientes Zusammenspiel zwischen der nationalen Ebene des NFDI und der lokalen Ebene der Humboldt-Universität mit möglichen Vorhaben hingewirkt werden.

Zeit & Ort

23.01.2018 | 13:00 - 16:45

Auditorium
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Straße 3
10117 Berlin

Weitere Informationen

Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf den Webseiten der Universitätsbibliothek der HU.

Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung