Publikationen

Ziel

Mit dem Jahr 2020 soll der Anteil an Open-Access-Publikationen für Zeitschriftenartikel aus allen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Zuständigkeit des Landes Berlin möglichst bei 60% liegen. Monografien und Sammelbände sollten ebenfalls im Open Access verfügbar sein. Open Access kann dabei über den "grünen Weg“ oder den "goldenen Weg“ realisiert werden.

Maßnahmen

Förderung von Open Access in wissenschaftlichen Einrichtungen 

In allen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Verantwortung des Landes sollen Strukturen zur Förderung von Open Access geschaffen werden. Dies beinhaltet:

  • eine Open-Access-Policy für Publikationen mit einer nachdrücklichen Empfehlung für Forschende, ihre Veröffentlichungen im Open Access zu publizieren und der Verpflichtung, Eigenpublikationen der Einrichtung unter Nutzung einer freien Lizenz, nach Möglichkeit CC-BY, im Open Access zu veröffentlichen;
  • die Verfügbarkeit einer service-orientierten und qualitativ hochwertigen Infrastruktur, um Autor/innen bei der Archivierung ihrer Publikationen auf dem institutionellen Dokumentenserver zu unterstützen und zu entlasten;
  • den Publikationsnachweis (idealerweise selbst Open Access) für sämtliche Publikationen z.B. durch die Einführung einer Hochschulbibliografie;
  • die Berufung eines/einer Open-Access-Beauftragten, dessen/deren primäre Aufgabe es ist, über Open-Access-Publikationsmöglichkeiten zu informieren und diese Form der Publikation zu unterstützen.

Open-Access-Publikationsfonds

Zur Finanzierung von Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften fallen in der Regel sog. "Article Processing Charges" (APC) an. In diesem Finanzierungsmodell zahlen nicht wie bisher Bibliotheken für die Subskription wissenschaftlicher Zeitschriften, die dann einem eingeschränkten Nutzer/innenkreis zur Verfügung stehen, sondern die Forschenden bzw. deren Institution zahlen Gebühren pro Publikation; danach steht der Beitrag online uneingeschränkt zur Verfügung. Im Rahmen des Förderprogramms Open-Access-Publizieren unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2011 den Aufbau institutioneller Fonds zur Abdeckung dieser Open-Access-Publikationskosten.

Im Rahmen seiner Open-Access-Strategie prüft das Land Berlin die Möglichkeit der befristeten Bereitstellung von Mitteln zum Aufbau von Publikationsfonds an den Berliner Einrichtungen. Die Vergabe der Mittel soll sich an den Voraussetzungen zur Kostenübernahme der DFG und insbesondere am Prinzip einer zunehmenden Eigenbeteiligung der wissenschaftlichen Einrichtungen an der Finanzierung ihres Fonds orientieren.

Transformationsstrategie

Mittelfristig wird eine landesweite Strategie zur Transformation der Finanzierung vom Subskriptionsmodell hin zu Open-Access-Modellen erarbeitet. Subskriptionszeitschriften, die an Berliner Einrichtungen beheimatet sind, sollten in Open-Access-Journale umgewandelt werden.

Ausbau von Publikationsinfrastrukturen

Berliner Autor/innen sollen umfassend in allen Belangen elektronischen Publizierens unterstützt werden. Als langfristiges Ziel wird der Aufbau einer landesweiten Open-Access-Infrastruktur für Monografien, Sammelbände und Zeitschriften in Kooperation mit an wissenschaftlichen Einrichtungen agierenden Infrastrukturdienstleistern sowie mit in Berlin ansässigen Verlagen und Publikationsdienstleistern angestrebt.

Schlagwörter

  • Open Access Publikationen Texte
Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung