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Open Access Newsletter Berlin und Brandenburg September 2021

29.09.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir alle erleben im Moment aufregende Zeiten - nach den Bundestagswahlen und den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus finden nun die Koalitionsverhandlungen statt. Die aktuelle Berliner Regierungskoalition hat kurz vor dem Ende der Legislaturperiode noch das neue Berliner Hochschulgesetz "Gesetz zur Stärkung der Berliner Wissenschaft" beschlossen. Für die offene Wissenschaft in Berlin konnte hier ein wichtiger Meilenstein gesetzt werden: Open Access und Open Science sind nun offiziell als Praktiken formuliert, die durch die Hochschulen gefördert werden. Die Änderungen sind im Gesetz- und Verordnungsblatt vom 24. September 2021 nachzulesen. Mit der Umsetzung des Gesetzes und der Ausstattung der Hochschulen wird sich die zukünftige Regierungskoalition u.a. im Rahmen der nächsten Hochschulverträge befassen. Wer sich informieren möchte, ob und wie sich Open Access und Open Science in den Wahlprogrammen der im Abgeordnetenhaus vertretenen Berliner Parteien wiederfanden und welche Ideen mit Blick auf Wahlprüfsteine formuliert wurden, die wir zusammen mit dem dbv entwickelt haben, der/dem empfehlen wir einen Blick in diese Übersicht des OABB. 

Auch in Brandenburg wurden in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine erreicht: Die Vernetzungs- und Kompetenzsstelle Open Access Brandenburg hat ihre Arbeit aufgenommen und ein landesweiter Publikationsfonds für Open-Access-Monographien wurde eingerichtet.

Dass wir nun eingangs aus beiden Einrichtungen berichten, passiert nicht ohne Grund: Wir wollen die bereits seit einiger Zeit sehr fruchtbare Kooperation zwischen den beiden Vernetzungsstellen weiter stärken und Ressourcen bündeln, so dass wir diesen Newsletter ab dieser Ausgabe gemeinsam als "Newsletter Open Access in Berlin und Brandenburg" gestalten werden.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihre Teams vom Open-Access-Büro Berlin und von der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg

Anita Eppelin, Philipp Falkenburg, Ben Kaden, Maxi Kindling, Sophie Kobialka, Maike Neufend, Jana Rumler

Inhalt

Aus dem Open-Access-Büro Berlin

Aus den Berliner Einrichtungen

Aus der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg

Aus den Brandenburger Einrichtungen

National & International

Publikationshinweise und Nachlese von Veranstaltungen

Veranstaltungen und Ankündigungen

Aus dem Open-Access-Büro Berlin

Open Access Blog Berlin

Das Open-Access-Büro Berlin wird ab sofort mehr News im neu dafür eingerichteten Open Access Blog Berlin veröffentlichen. Die Webseite des OABB wird perspektivisch etwas entschlackt.

Open Access Week 2021: Veranstaltungen der Berliner Einrichtungen

Vom 25. bis 31. Oktober 2021 findet die internationale Open Access Week 2021 unter dem Motto "It Matters How We Open Knowledge: Building Structural Equity" statt. Alle Veranstaltungen, die von Berliner Einrichtungen im Rahmen dieser Open Access Week ausgerichtet werden, finden sich gesammelt auf dem Blog des Open-Access-Büros wieder.

Visualizing Open Access Summer School #VisOA

Die Summer School zielt darauf ab, Open Access in Deutschland anhand des Datensatzes Bundesländer-Atlas zu visualisieren. Dieser Datensatz wird vom Open-Access-Büro im BMBF-geförderten Projekt open-access.network erstellt. Die Veranstaltung ermöglichte den Teilnehmenden die Prinzipien und Methoden der Informationsvisualisierung kennenzulernen und anzuwenden. Die Summer School wurde kooperativ durch das Urban Complexity Lab an der Fachhochschule Potsdam, das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, die Human-Centered Computing Research Group an der Freien Universität Berlin, das Open-Access-Büro Berlin und die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access in Brandenburg durchgeführt.

Die Website finden Sie hier: https://uclab.fh-potsdam.de/visoa/. Ein Konzeptpapier zum Datensatz ist hier abrufbar; auf dieser Folie findet sich eine Kurzübersicht. Ein Report zu den Ergebnissen der Summer School ist in Vorbereitung.

Interviewstudie Open Research and Culture 2021

Um Berliner Initiativen und Projekten Sichtbarkeit zu verleihen und die Stärkung von Open Science bzw. Open Research in Berlin voranzutreiben startete das Open-Access-Büro Berlin mit Unterstützung von You, We & Digital das Projekt "Berlin Open Research", das von der Berlin University Alliance (Objective 3) finanziell unterstützt wird. In der sich an die Konsultation (Herbst 2020) anschließenden Interviewstudie geht es darum, ausgewählte Berliner Kulturerbeinstitutionen zu strategischen Positionen sowie zu Maßnahmen und ihren Bedarfen hinsichtlich Open Access und Open Research zu befragen. Mit den Kulturerbeeinrichtungen in Berlin wird erörtert, welche Berührungspunkte zwischen den Handlungsfeldern von Open Access und den Bemühungen von Kulturerbeeinrichtungen bei der offenen Bereitstellung digitaler Objekte vorliegen. Informationen und Updates gibt es auf der Projektwebseite

Stellenausschreibung: BUA Open Science Dashboards – Entwicklung von Indikatoren und Screening Tools für prototypische Umsetzung

Im Schwerpunktbereich Advancing Research Quality and Value der Berlin University Alliance baut der Verbund die Expertise über Forschungsqualität im Berliner Wissenschaftsraum aus. Zusammen mit dem QUEST Center der Charité – Universitätsmedizin Berlin startet das Open-Access-Büro Ende 2021 das Projekt "BUA Open Science Dashboards – Entwicklung von Indikatoren und Screening Tools für prototypische Umsetzung". Ein Abstract zum Projekt findet sich auf den Webseiten der Berlin University Alliance.

Am Open-Access-Büro ist für dieses Projekt eine Stelle als Beschäftigte/-r im Bereich Open Science (m/w/d) mit 80%-Teilzeitbeschäftigung befristet bis 31.05.2023 ausgeschrieben. Bewerbungsende ist der 19.10.2021.

Mehr Informationen zum Aufgabengebiet und den Voraussetzungen finden sie hier.

Open-Access-Anteil bei Zeitschriften an den Berliner Hochschulen steigt weiter deutlich an

In Zusammenarbeit mit einem Team von Mitarbeitenden verschiedener Hochschulbibliotheken hat das Open-Access-Büro Berlin im Bericht "Open-Access-Anteil bei Zeitschriftenartikeln von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Einrichtungen des Landes Berlin: Datenauswertung für das Jahr 2019" ermittelt, dass rund 51,6 Prozent der von Forscherinnen und Forschern an Universitäten und Fachhochschulen des Landes Berlin im Erhebungszeitraum 2019 veröffentlichten Artikel im Sinne von Open Access verfügbar sind. Der Anteil der offen zugänglichen Artikel ist damit nochmals deutlich um mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2018 angestiegen (41,5 Prozent). Für mehr Informationen siehe die Pressemitteilung der Freien Universität Berlin (30. August 2021). Die Daten und der Bericht sind im Open Access verfügbar. Der Bericht enthält eine englische Zusammenfassung.

Aus den Berliner Einrichtungen

Neue Leitung für das Team „Open Access und Wissenschaftliches Publizieren“ an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Seit dem 1. Juli 2021 hat Dr. Christina Riesenweber an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin die kommissarische Leitung für das Team „Open Access und Wissenschaftliches Publizieren“ übernommen. Sie ist in dieser Rolle vor allem für die strategische Bearbeitung der Themen Open Access und Open Science zuständig und betreut die Angebote zum Zeitschriften-Hosting an der FU.

Neue Open-Access-Policy und Forschungsdaten-Policy an der Freien Universität Berlin veröffentlicht

Am 5. Mai 2021 wurde eine Aktualisierung der Open-Access-Policy und eine Policy für das Forschungsdatenmanagement an der Freien Universität Berlin durch den Akademischen Senat verabschiedet. Beide Policies wurden gemeinsam mit Forschenden und verschiedenen Einrichtungen der Universität erarbeitet und sind veröffentlicht:

Open-Acces-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin

Im Jahr 2020 wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Preis zur Würdigung herausragender oder außergewöhnlicher Leistungen von Universitätsmitgliedern im Bereich Open Access etabliert. Nun wurde dieser Open-Access-Preis erstmalig vergeben. Dr. Constanze Baum (Institut für Deutsche Literatur) sowie die von Universitätsmitgliedern publizierten Zeitschriften ‚The Urban Transcripts Journal‘ und ‚Die junge Mommsen‘ wurden mit dem Open-Access-Preis ausgezeichnet. Die Preisträger*innen wurden von der Jury aus 40 Bewerbungen ausgewählt, da sich ihre Aktivitäten bzw. Publikationsprojekte im Bereich Open Access in besonderer Weise auszeichneten. Der Open-Access-Preis soll zum Open-Access-Publizieren an der Humboldt-Universität anregen und Open Access sichtbar machen. Deshalb wird er von nun an jährlich ausgeschrieben und verliehen. Die nächste Ausschreibung wird zur Open Access Week im Oktober diesen Jahres veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Open-Access-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin und der nächsten Ausschreibung gibt es auf der Webseite der UB der HU Berlin.

Kostentransparenz an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität zu Berlin hat für das Jahr 2020 erneut Kostendaten für Artikelgebühren an OpenAPC gemeldet. Neben der Meldung für Ausgaben aus dem Publikationsfonds und anderen Förderlinien wurde auch Daten zum DEAL-Transformationsvertrag mit Wiley gemeldet.

Erstmals hat die Humboldt-Universität auch Kostendaten für Book Processing Charges (BPC) gemeldet. In diesen Daten sind Publikationen und Kosten enthalten, die im Rahmen des stark nachgefragten Open-Access-Publikationsfonds für Monografien und Sammelbände gefördert oder teilgefördert wurden.

Neuer Webauftritt der Universitätsbibliothek an der Technischen Universität Berlin

Ende April war es endlich so weit: der langersehnte Webrelaunch. Die Webseiten der Universitätsbibliothek wurden komplett überarbeitet und erstrahlen jetzt im neuen TU Design. Diese Änderungen umfassen insbesondere Informationen für TU-Angehörige aus dem Bereich Forschen und Publizieren, d.h. für die Dissertationsstelle, Publikationsfonds, Zweitveröffentlichungsservice u.v.m.

Nachweis von Dissertationen an der Technischen Universität Berlin

Ebenfalls im neuen Design und mit neuen Such- und Filtermöglichkeiten bietet die Dissertationsdatenbank den Überblick über mehr als 10.000 Dissertationen und Habilitationen der TU Berlin, die seit dem Jahr 2000 veröffentlicht wurden.

Verlagspolicies kumulative Dissertationen an der Technischen Universität Berlin aktualisiert

Seit einigen Jahren bietet die Universitätsbibliothek der TU für Promovierende, die eine kumulative Dissertation veröffentlichen, besondere Unterstützung – denn hier ist im Einzelfall und auf Artikelebene zu prüfen, welche Auflagen der Verlage bei der Einbindung des Volltextes in die Dissertation zu beachten sind. So steht u.a. eine Liste der Policies verschiedener Verlage online zur Verfügung. Diese Liste wurde im Sommer 2021 vollständig überarbeitet. Die recherchierten Angaben gelten nicht nur für Angehörige der TU Berlin; die Liste kann daher auch durch Bibliotheken und Promovierender anderer Institutionen genutzt werden. Sie ist via Github verfügbar.

Universitätsverlag der Technischen Universität Berlin im Directory of Open Access Books (DOAB)

Der Universitätsverlag der TU Berlin wird Publikationen nun auch im Directory of Open Access Books (DOAB) nachweisen; die ersten Titel sind seit August in DOAB indexiert.

Coffee Lectures an der Technischen Universität Berlin

Die monatlichen Kurzvorträge der Universitätsbibliothek zu verschiedenen Themen erfreuen sich großer Beliebtheit. Aufzeichnungen der Vorträge und die jeweiligen Präsentationen stehen zur Nachnutzung zur Verfügung, so auch für die Neuauflage der Coffee Lecture "Ich will doch nur das PDF", die im Juli stattfand (Aufzeichnung).

Technische Universität Berlin unterstützt nonprofit-Publikationsplattform SciPost

Die TU Berlin unterstützt seit diesem Jahr die die nicht-kommerzielle Publikationsplattform SciPost. Auf dem Publikationsportal werden wissenschaftliche Artikel und Daten ausschließlich online publiziert und sind anschließend kostenlos, global und dauerhaft zugänglich. SciPost richtet sich nach den Open-Access-Richtlinien aus, die auf den Prinzipien der Fair Open Access Alliance (FOAA) basieren. Mehr Informationen dazu im Blog der TU Berlin.

Technische Universität Berlin unterzeichnet DORA Erklärung

Die TU Berlin hat als erste der Berliner Universitäten und Hochschulen im Juli 2021 die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) unterzeichnet. Mit der DORA-Erklärung setzen sich Forscher*innen und Institutionen weltweit für mehr Gleichberechtigung und Transparenz bei der Evaluation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse ein.
Mehr Informationen in der Pressemitteilung der TU und im Blog der UB der TU Berlin.

Kostentransparenz an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Wieviel und wo veröffentlichen Charité-Angehörige Open Access? Welche Zeitschriften und Verlage werden dazu genutzt? Wie offen ist Open Access – erlauben die von Charité-Angehörigen verwendeten Lizenzen eine Nachnutzung? Was kostet Open Access? Um diese und andere Fragen zu beantworten hat die Medizinische Bibliothek ein interaktives Dashboard entwickelt.

Anteilige Finanzierung für Gold Open Access an der Charité

Der Open-Access-Publikationsfonds der Charité wurde so stark beansprucht, dass die Nachfrage bereits im Mai diesen Jahres die vorhandenen Mittel überstieg. Der Fonds musste vorübergehend geschlossen werden. Seit Anfang Juli ist der Fonds mit neuen Förderbedingungen geöffnet, zunächst bis Ende des Jahres. An nachhaltigen Fördermodellen wird derzeit gearbeitet.

Beratung beim Publizieren an der Charité

Seit Anfang Juni 2021 arbeitet Dr. Christine Mieck in der Medizinischen Bibliothek am BUA-Projekt "Distributed Network for Publishing Services (DNPS)". Sie bringt Erfahrung als "Associate Editor“ bei Scientific Reports und "Senior Editor“ bei Nature Communications mit, die dem Projekt zugutekommt.

Bibliotheksbeschäftigte*r (m/w/d) gesucht an der Universität der Künste (UdK)

Die Universitätsbibliothek an der Universität der Künste (UdK) hat eine Stelle mit der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ausgeschrieben. Zu deren Aufgabengebiet zählt unter anderem eine Umfeldanalyse von bereits vorhandenen Informationsangeboten zu Open-Science-Komponenten und die Unterstützung bei der Entwicklung, Nutzung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten in der Lehre (Schwerpunkt Open Science-Komponenten).

Mehr Informationen sind hier nachzulesen. Besetzbar zum 1. Dezember 2021 und befristet bis 31. Dezember 2024.

Aus der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg

Personalia

Nachdem die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg am 1. April 2021 offiziell ihre Arbeit aufgenommen hat, konnte das Team um Ellen Euler (wissenschaftliche Leitung) ausgebaut werden: Neben Ben Kaden, Anita Eppelin und Philipp Falkenburg wirkt seit 1. Juni 2021 Jana Rumler an der Umsetzung der Open-Access-Strategie des Landes mit. Eine weitere Stelle, die das Team leiten wird, wird derzeit besetzt.

Publikationsfonds für Open-Access-Monografien

Anfang August jährte sich die Veröffentlichung der Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg zum zweiten Mal. Ein wesentlicher Baustein darin ist ein Publikationsfonds für Open-Access-Monografien. Dieser ist nach intensiven Abstimmungen der Beteiligten an den Einrichtungen und der VuK zum 6. September 2021 gestartet; erste Veröffentlichungen konnten bereits mit Mitteln des Publikationsfonds im Open Access publiziert werden.

Aus den Brandenburger Einrichtungen

Universitätsbibliothek Potsdam bringt neue Open-Access-Zeitschrift heraus: Erstes Volume von "Human Biology and Public Health" veröffentlicht

Das Dezernat Forschungs- und Publikationsunterstützung und der Universitätsverlag Potsdam, angesiedelt an der Universitätsbibliothek, haben die Neugründung des Open-Access Journals "Human Biology and Public Health" über die letzten Monate intensiv begleitet. Im Juni 2021 konnte nun die erste Ausgabe online veröffentlicht werden. Das Journal nutzt Open Journal Systems von PKP, in dem die wesentlichen Redaktions- und Produktionsschritte umgesetzt sind. Bei der Umsetzung dieses Projekts hat die Universitätsbibliothek Potsdam ihre Zusammenarbeit mit der FU Berlin weiter ausgebaut, die das Hosting von Open Journal Systems anbietet.

Beteiligung zahlreicher Universitäts- und Hochschulbibliotheken aus Berlin und Brandenburg an der erweiterten Testphase von DeepGreen

An der erweiterten Testphase des Projekts "Deep Green" nehmen nun folgende Berliner und Brandenburger Einrichtungen teil: TU Berlin, HU Berlin, FU Berlin, HTW Berlin, BTU Cottbus, Uni Potsdam, FH Potsdam, TH Wildau. "DeepGreen" verteilt automatisiert Verlagspublikationen an teilnehmende und berechtigte Institutionen und vereinfacht damit die Open-Access-Zweitveröffentlichung in Deutschland. Dabei werden Verlagsdaten automatisiert an das jeweilige Repositorium der Einrichtung ausgeliefert.

Open-Access-Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs

Im Rahmen seiner Open-Access-Strategie stellt das Brandenburgische Landeshauptarchiv Publikationen aus seinen Reihen digital und kostenfrei bereit. Die 17 vergriffenen Bände der „Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs“ liegen nun gescannt und bearbeitet als vollständig durchsuchbare PDF vor. Darunter zu finden sind Monografien, Quelleneditionen und Beständeübersichten sowie die „Bibliographie zur Geschichte der Mark Brandenburg“. Damit stehen 72 der insgesamt 75 Bände der Reihe „Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs“ kostenfrei zum Herunterladen bereit.

Neue Open-Access-Beauftragte und Workshop im Rahmen von open-access.network an der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg

Neue OA-Beauftragte der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist Prof. Dr. Daniela Schlütz, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, Professorin für Theorie und Empirie der digitalen Medien sowie Studiendekanin im Fachbereich Medienwissenschaft.

Am 28.5.2021 fand ein virtueller regionaler Workshop „Einführung in Open Access und das Urheberrecht“ im Rahmen des BMBF-Projekts open-access.network statt, der gemeinsam von der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem Helmholtz Open Science Office veranstaltet wurde. Im Anschluss an den Workshop fanden sich Beteiligte der Hochschulleitung der Filmuniversität, der Hochschulbibliothek und von open-access.network zu einem Beratungsgespräch zusammen.

National & International

Veröffentlichung des Scholar-led.network Manifests

Die im Rahmen des oa.network-Projekts entstandene Fokusgruppe scholar-led.network ist ein Ort für in Eigenregie verlegte Zeitschriften und Herausgeber*innen-Kollektive gebührenfreier, von Großverlagen unabhängiger Publikationsprojekte. Angeregt durch Initiativen in anderen Ländern (Radical Open Access Collective, ScholarLed etc.), will die Fokusgruppe gemeinsame Interessen für die im deutschsprachigen Raum operierenden, von Wissenschaftler*innen geführten Publikationsprojekte definieren sowie mögliche Handlungsfelder und Formen der Interessenvertretung ausloten. Das im Juli 2021 veröffentlichte scholar-led.network-Manifest bringt zentrale Kritik am gegenwärtigen wissenschaftlichen Publikationssystem im deutschsprachigen Raum auf den Punkt und benennt Handlungsfelder für faires, planvolles und vielfältiges Publizieren.

Stellungnahme großer Europäischer Forschungsverbände zur Autor*innenrechten bei OA-Veröffentlichungen

CESAER, die European University Association (EUA) und Science Europe veröffentlichten im Mai eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie Verlage auffordern, die Rechte von Forschenden bei Open-Access-Veröffentlichungen zu respektieren: "All publishers must provide researchers with clarity and transparency on Open Access". Die hinter der Stellungnahme stehenden Dachorganisationen repräsentieren insgesamt über 880 europäische Universitäten, Forschungs- und Forschungsförderorganisationen. Sie reagieren auf Bestrebungen von Verlagen, die Autor*innen gezielt davon abbringen sollen, ihr Recht auf eine OA-Veröffentlichung ihrer akzeptierten Manuskripte wahrzunehmen - cOAlition S hatte zuvor auf diese Praktiken in einem offenen Brief an Forschende hingewiesen.

Deutsche Creative Commons-FAQ

Creative Commons bietet nun im FAQ-Format Antworten auf ca. 130 Fragen zu CC-Lizenzen, die auf das deutsche und europäische Recht angepasst sind.

Relaunch der Website open-access.network

Die Plattform open-access.net präsentiert sich seit dieser Woche im neuen Design und mit vielen neuen Vernetzungsfunktionalitäten unter open-access.network – Informieren, Vernetzen und Fortbilden. Die Website wurde durch das Projekt open-access.network überarbeit und im Rahmen der Open-Access-Tage präsentiert.

Publikationshinweise und Nachlese von Veranstaltungen

Alle hier aufgeführten Referenzen sind auch in der kollaborativ gepflegten Zotero-Sammlung des Open-Access-Büros abrufbar.

Nachlese

Literaturhinweise

  • ---. 2021. Sammlung der Präsentationen und Poster der Open-Access-Tage 2021. Zenodo. https://zenodo.org/communities/oat21/?page=1&size=20
  • Barbers, Irene und Pollack, Philipp. 2021. Open Access in Deutschland – Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2019. SynOA–Synergien für Open Access –Open Access Monitoring FKZ 16OA018. Jülich: Forschungszentrum Jülich GmbH, Zentralbibliothek. http://hdl.handle.net/2128/27849.    
  • CESAER, EUA, und Science Europe. 2021. All publishers must fully respect researchers’ rights by providing clarity and transparency on Open Access (25. Mai). doi:10.5281/zenodo.4775945.
  • Fokusgruppe scholar-led.network. 2021 Das scholar-led.network-Manifest. doi:10.5281/zenodo.4925784.
  • Fraser, Nicholas, Anne Hobert, Najko Jahn, Philipp Mayr und Isabella Peters. 2021. No Deal: Investigating the Influence of Restricted Access to Elsevier Journals on German Researchers’ Publishing and Citing Behaviours. arXiv:2105.12078 [cs] (25. Mai). http://arxiv.org/abs/2105.12078.
  • Freie Universität Berlin. 2021a. Forschungsdaten-Policy der Freien Universität Berlin. doi:10.17169/refubium-30560.
  • ---. 2021b. Open-Access-Policy der Freien Universität Berlin. doi:10.17169/refubium-30559.
  • Hobert, Anne, Najko Jahn, Philipp Mayr, Birgit Schmidt und Niels Taubert. 2021. Open access uptake in Germany 2010–2018: adoption in a diverse research landscape. Scientometrics (23. Mai). doi:10.1007/s11192-021-04002-0.
  • Jahn, Najko, Lisa Matthias und Mikael Laakso. Toward transparency of hybrid open access through publisher-provided metadata: An article-level study of Elsevier. Journal of the Association for Information Science and Technology. doi:10.1002/asi.24549.
  • Kindling, Maxi, Jenny Delasalle, Pamela Finke, Martin Hampl, Maike Neufend und Michaela Voigt. 2021. Open-Access-Anteil bei Zeitschriftenartikeln von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Einrichtungen des Landes Berlin : Datenauswertung für das Jahr 2019. Report. doi:10.14279/depositonce-11774.
  • Ministère de l’Enseignement supérieur, de la Recherche  et de l’Innovation. 2021. Second National Plan for Open Science Generalising open science in France 2021-2024. Juli. https://www.ouvrirlascience.fr/second-national-plan-for-open-science/  
  • Mounier, Pierre, Jeroen Sondervan und Stone, Graham. 2021. Investing in the Open Access Book infrastructure: a call for action – Research. 18. Mai. https://research.jiscinvolve.org/wp/2021/05/18/investing-in-the-open-access-book-infrastructure-a-call-for-action/   
  • (o. A.) How to enable smaller independent publishers to participate in OA agreements. Online resource. figshare. 9. Juni. doi:10.6084/m9.figshare.14731308.v1
  • Woolston, Chris. 2021. Impact factor abandoned by Dutch university in hiring and promotion decisions. Nature 595, Nr. 7867 (25. Juni): 462–462. doi:10.1038/d41586-021-01759-5.

Veranstaltungen und Ankündigungen

Save-the-Date: Quo vadis offene Wissenschaft. Eine Virtuelle Open-Access-Woche für Berlin-Brandenburg

Zusammen mit der TH Wildau organisieren die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg und das Open-Access-Büro Berlin eine virtuelle Veranstaltungsreihe, in der gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen in fünf Veranstaltungen die Zukunft von Open Access diskutiert wird. Die fünf Veranstaltungen finden in verschiedenen Formaten und an wechselnden Wochentagen von November 2021 bis März 2022 statt. Das Programm dieser gestreckten Woche will Denkanstöße geben und Möglichkeiten des Austausches eröffnen. Die erste Veranstaltung ist eine Podiumsdiskussion zum Thema "Sind wir mit dem kommerziellen Open Access auf dem richtigen Weg?" und findet am 22. November von 14-15.30 Uhr statt. Sie können sich über diesen Link anmelden.

Mehr Informationen dazu auf unserem Open Access Blog Berlin.