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Newsletter Open-Access-Büro Berlin April 2021

28.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

möchten Sie mehr darüber wissen, was in Berliner Einrichtungen zum Thema Open Access und Open Research gemacht wird? Welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und was das Land Berlin noch tun kann, um Open Research in seiner Wissenschafts- und Kulturlandschaft zu verankern? Das Open-Access-Büro hat gemeinsam mit You, We & Digital das Projekt "Berlin Open Research" mit einer Online Konsultation gestartet und wir freuen uns, mit Ihnen den Ergebnisbericht und den zur Online Konsultation gehörenden Datensatz auf Zenodo zu teilen.

Momentan schreiben wir an dem Bericht zum Open-Access-Anteil bei Zeitschriftenartikeln von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Einrichtungen des Landes Berlin für das Jahr 2019. Der Bericht und die Datenauswertung werden im Mai veröffentlicht.

Eine weitere freudige Nachricht ist, dass die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin die Berliner Erklärung unterzeichnet haben. Damit haben in Berlin 10 von 14 öffentlich-rechtlichen bzw. konfessionellen Hochschulen die Berliner Erklärung unterzeichnet. Über weitere Entwicklungen zum Thema Open Access und Open Science an Berliner Einrichtungen und darüber hinaus informieren wir Sie in diesem Newsletter. Er ist online verfügbar und kann hier abonniert werden.

Bleiben Sie gesund und viel Spaß beim Lesen!

Ihr Team des Open-Access-Büros
Maxi Kindling, Sophie Kobialka, Maike Neufend, Agnieszka Wenninger

Aus den Berliner Einrichtungen

Freie Universität Berlin tritt Förderprogramm der „Open Library of Humanties“ bei

Die Freie Universität Berlin ist dem Förderprogramm der gemeinnützigen Organisation „Open Library of Humanities“ (OLH) beigetreten. OLH ist ein Open-Access-Verlag, der keine Gebühren von Autorinnen und Autoren erhebt. Der Beitritt der FU Berlin stärkt die Initiative für Open Access in den Geisteswissenschaften und unterstützt damit auch Forschende, Open Access zu publizieren.

Weitere Informationen finden sich in der Pressemitteilung der Universitätsbibliothek der FU Berlin.

Kostentransparenz der HU Berlin

Die HU Berlin hat ihre APC-Ausgaben aktualisiert. Der neueste Beitrag für OpenAPC liefert Daten für den Zeitraum 2020 und auch Kostendaten für Artikel, die unter dem DEAL-Vertrag mit Wiley veröffentlicht wurden. Die neuen Daten umfassen Publikationsgebühren für 120 Artikel, die Gesamtausgaben belaufen sich auf 159.366 Euro und die durchschnittliche Gebühr beträgt 1.328 Euro.

Mehr dazu können Sie im Blogbeitrag nachlesen. Die neue Treemap und die DEAL Treemap der HU Berlin sind bei OpenAPC aufgeschlüsselt.

Publizieren an der TU: Jahresrückblick 2020

Auf dem Blog  "Publizieren an der TU Berlin" erschien der Jahresrückblick auf 2020. Dagmar Schobert beschreibt dort, dass im Forschungsprozess rund um Covid-19 deutlich wurde, wie stark die Publikationsdienstleistungen von Bibliotheken Teil der Wissenschaftskommunikation geworden sind. Der Rückblick zeigt, dass trotz der schwierigen Bedingungen viel bewegt werden konnte. So wurde u.a. an der TU die 60 %-Marke beim Anteil von Open-Access-Aufsätzen erreicht.

Digitale Präsentationen für Kliniken und Abteilungen der Charité

Jenny Delasalle, OA-Beauftragte der Charité, hat ein neues OA-Lernangebot eingeführt. Sie steht zur Verfügung, um in Abteilungen und Kliniken der Charité in digitalen Meetings und Schulungen zu Open Access vorzutragen (in deutscher oder in englische Sprache). Dieses Angebot, das die bisherigen Workshops für die Charité-weite Öffentlichkeit ergänzt, wird von den Abteilungen bisher gut angenommen: Es haben bisher bereits 7 Präsentationen im Jahr 2021 stattgefunden. Die Präsentation ist ca. 20 Minuten lang und umfasst die wichtigsten Aspekte von Open Access.

Wenn Sie Wissenschaftler*in an der Charité sind und einen solchen Vortrag buchen möchten, finden Sie weitere Informationen und Kontaktdaten auf den Seiten der Charité.

Kick-Off des BUA-Projektes: "Distributed Network of Publication Services“

Am 16.4.2021 fand das Kick-off-Meeting des BUA-Projektes „Distributed Network of Publication Services“ statt. Der geplante gemeinsame Verlag von HU, FU, TU und Charité soll die Lücke zwischen den Publikationsmöglichkeiten in kommerziellen Verlagen und den bisherigen Veröffentlichungsmöglichkeiten an Universitäten schließen. Der BUA-Verlag versteht sich als ein wichtiger Baustein, um die flächendeckende Finanzierbarkeit der Open-Access-Transformation möglich zu machen. 

Kostentransparenz der TU Berlin

193 Artikel in echten Open-Access-Zeitschriften wurden in 2020 über den zentralen Publikationsfonds der TU Berlin finanziert; die Kosten (brutto) dafür beliefen sich auf 276.988 Euro (APC im Durchschnitt 1.435 Euro brutto). Die Kostendaten wurden im Februar an openAPC gemeldet. 
Im Zeitraum 2018–2020 wurden über den Publikationsfonds der TU Berlin 13 Open-Access-Bücher in Höhe von ca. 64.000 Euro gefördert. Anders als bei Zeitschriftenartikeln ist bei OA-Büchern eine anteilige Kostenübernahme durch den zentralen TU-Fonds möglich – bis zu einer bestimmten Fördersumme, ggf. darüber hinausgehende Kosten sind von den Autor*innen selbst zu tragen. Die Kostendaten für diese Titel wurden im März an openBPC gemeldet (es werden die vollen OA-relevanten Kosten gemeldet, die hier verfügbaren Daten spiegeln also nicht in allen Fällen den über der Fonds finanzierten Anteil wieder). 

Ringvorlesung der BUA gestartet: „Open Science und Forschungsqualität in Theorie und Praxis“

Die Berlin University Alliance (BUA) startete am 12. April ihre erste Ringvorlesung mit dem Titel „Open Science und Forschungsqualität in Theorie und Praxis“. Initiiert wird sie von Objective 3 Advancing Research Quality and Value der Berlin University Alliance in Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Wissenschaftsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin. Schwerpunktthemen sind aktuelle Fragen zu Forschungsqualität und Open Science. 

Eröffnet wurde die Ringvorlesung Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin und Sprecherin der Berlin University Alliance. Das Programm und der Zoom-Link zur Teilnahme kann hier eingesehen werden.

Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch unterzeichnet Berliner Erklärung

Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch hat am 16. März 2021 die Berliner Erklärung unterzeichnet. 

Kostentransparenz an der FU Berlin

Die FU Berlin hat die in 2020 über den Publikationsfonds der FU gezahlten Artikelgebühren veröffentlicht und an Open APC übermittelt, eine Visualisierung ist hier zu sehen. Weitere Informationen finden sich dazu im Blogbeitrag von Open APC der Universität Bielefeld.

Seit 2018 untersützt die Universitätsbibliothek der FU die Ko-Finanzierung von Publikationskosten (Book Processing Charges, BPCs) für bislang unveröffentlichte Open-Access-Monografien und -Sammelbände. Die aktuelle Visualisierung der Gesamtkosten pro Publikation ist nun über Open BCP der Universität Bielefeld einsehbar. Weitere Informationen finde Sie auf den Webseite der FU.

Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin unterzeichnet Berliner Erklärung

Am 22. Februar 2021 hat die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin die Berliner Erklärung unterzeichnet. 

Aus dem Open-Access-Büro Berlin (OABB)

Save The Date: OPUS-Repositorium Workshop

Der Workshop dient dem Austausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern von OPUS. In der halbtägigen Veranstaltung möchten wir vor allem einen Raum zum Erfahrungsaustausch über Spezifika der OPUS-Verwendung an den jeweiligen Institutionen und unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen ermöglichen. Wenn Sie Ihre Fragen einbringen möchten, freuen wir uns über konkrete Vorschläge z.B. für Thementische und/ oder über die Bereitschaft zur Übernahme der Moderaton an einem der Thementische.

Den Workshop richtet das Open-Access-Büro zusammen mit dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) aus.

Die Veranstaltung wird am 17.8.2021 stattfinden.

Bericht zur Online Konsultation "Berlin Open Research" ist veröffentlicht

Um Berliner Initiativen und Projekten Sichtbarkeit zu verleihen und die Stärkung von Open Science in Berlin voranzutreiben, hat das Open-Access-Büro Berlin gemeinsam mit You, We & Digital letztes Jahr das Projekt "Berlin Open Research" mit einer Online Konsultation gestartet.

Die Konsultation hat vom 26.11.2020 bis 20.12.2020 wissenschaftliche und kulturelle Landeseinrichtungen in Berlin zu wichtigen Handlungsfeldern, zu bestehenden und geplanten Aktivitäten und zu den Werten und Prinzipien von Offenheit in der Wissenschaft befragt.

Der Bericht und der zur Umfrage gehörende Datensatz sind auf Zenodo veröffentlicht:

Bericht: https://doi.org/10.5281/zenodo.4558710
Datensatz: https://doi.org/10.5281/zenodo.4607420


Start des Projekts OPEN4DE

Mit Projektpartnerinnen an der SUB Göttingen und dem KIM der Universität Konstanz startet das Open-Access-Büro Berlin im Februar 2021 das BMBF-geförderte Projekt “Stand und Perspektiven einer Open-Access-Strategie für Deutschland – OPEN4DE ”.

Open Access wird immer stärker als Standard für das wissenschaftliche Arbeiten und Publizieren akzeptiert und praktiziert. Es bestehen jedoch unverändert Herausforderungen, mit denen sich Forschende wie auch Institutionen, Forschungsfördernde, Herausgebende und Verlage auseinandersetzen müssen: Wie könnte eine Open-Access-Strategie für Deutschland aussehen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt? Wie könnte die Transformation zu Open Access auf allen Ebenen (Institutionen, Fachwissenschaft, Wissenschaftsorganisationen, Bund und Länder) vorangebracht werden?
Diesen Fragen geht das Projekt OPEN4DE nach. Die erarbeiteten Antworten sollen helfen, den Wissenschaftsprozess transparenter, reproduzierbarer und verantwortlicher zu gestalten und damit das Vertrauen in die Qualität wissenschaftlicher Ergebnisse zu stärken. Disziplinäre Gesichtspunkte und internationale Entwicklungen zur Förderung von Open Access und Open Science werden ausdrücklich einbezogen, um Empfehlungen für eine nationale Open-Access-Strategie auszuarbeiten.

Das zum 1. Februar 2021 gestartete Projekt läuft bis zum 31. Januar 2023. Seit dem 15. April ist Maike Neufend Projektmitarbeiterin am Open-Access-Büro (Kontakt: oabb@open-access-berlin.de).

National & International

Neue "Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg" (VuK)

Die neue "Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg" (VuK) ist vor wenigen Tagen gestartet und unterstützt die wissenschaftlichen Einrichtungen des Bundeslandes auf ihren vielfältigen Wegen des Open Access. Sie wird finanziert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) und ist angesiedelt an der Fachhochschule Potsdam (FH;P). Die Einrichtung dieser Stelle ist eine der Maßnahmen, die in der im August 2019 veröffentlichten "Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg" angekündigt wurden.

Das Team der VuK wird an der FH;P am Fachbereich Informationswissenschaften unter der fachlichen Beratung von Prof. Dr. jur. Ellen Euler in den ersten Monaten unter anderem für eine breite Sichtbarkeit von brandenburgischen Open-Access-Aktivitäten sorgen. Kontaktpersonen sind Anita Eppelin und Ben Kaden.

Online Open Access Staff Week: SUB Göttingen

Vom 16. - 18. März 2021 fand die Open Access Staff Week statt. Die Staff Weeks, die vom Projekt open-access.network initiiert werden, geben einen Einblick in Einrichtungen und deren Open-Access-Aktivitäten. Diesmal stellte die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) ihre Aktivitäten vor.

Im Rahmen des Projekts open-access.network werden insgesamt fünf Open Access Staff Weeks an verschiedenen Institutionen stattfinden. Bei Fragen zu diesem Format können Sie eine E-Mail an open-access.network(at)uni-konstanz.de senden oder sich auf der Webseite informieren.

Vortragsreihe der HdM Stuttgart zu Open Society und Open Science

Die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) veranstaltet im Sommersemester 2021 die Webinar-Reihe "Open Up!", an der Interessierte kostenlos teilnehmen können. Die Reihe ist Teil des Moduls "Open Society" im Rahmen des Studiengangs Informationswissenschaften an der HdM.
Weitere Informationen finden sich hier, im Anschluss stehen die Präsentationen als Video zum Download zur Verfügung. 

Fortbildungsreihe "Open Access in der Erwerbung"

Seit dem 18. März 2021 findet jeden Donnerstag von 14 - 15 Uhr eine Online-Fortbildung mit dem Titel  "Open Access in der Erwerbung", der dbv-Kommission Erwerbung und Bestandsentwicklung, statt. Termine und Themen lassen sich hier einsehen. Eine Anmeldung zu den Vorträgen ist nicht notwendig. 

BMBF fördert 20 neue Projekte

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat aus 63 Vorschlägen 20 Projekte ausgewählt, die in der Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access gefördert werden. Das BMBF möchte damit sowohl innovative Ideen fördern als auch bewährte Modelle weiter ausbauen.

Die Liste der geförderten Projekte und kurze Beschreibungen sind auf der Seite des BMBF einsehbar.

FAIR Festival 2021

Zur Feier des Wandels im Forschungsdatenmanagement findet vom 21. bis 23. Juni das FAIR Festival statt. 
Expertinnen und Experten, Forschende, Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie alle anderen Interessierten sind dazu eingeladen im Sommer über Ihre Erfahrungen und Praktiken zu diskutieren und sich auszutauschen. 

Förderprogramm NEUSTART KULTUR

Da die Corona-Pandemie auch die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sehr stark getroffen hat, hat die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR zur Digitalisierungsförderung gegründet. Insgesamt stehen mehr als zwei Millionen Euro in Form von Zuwendungen für Digitalisierungsprojekte von Kultur- und Wissenseinrichtungen aus Deutschland zur Verfügung.

Weitere Informationen finden sich hier. 

Publikationshinweise und Nachlese von Veranstaltungen

Alle hier aufgeführten Referenzen sind auch in der kollaborativ gepflegten Zotero-Sammlung des Open-Access-Büros abrufbar.

Nachlese

Literaturhinweise

Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung